Mit Spaß an frischen Rezepten mit Produkten vom Markt- Christoph von CC-Foodblog macht es vor

Rezepte für frische Produkte, saisonal und am besten vom Markt, vorrangig in schönen Farben, gut hochzukochen und es sollte Lust auf mehr machen. So oder so ähnlich muss wohl der Leitspruch von Christoph, dem Macher von CC-Foodblog sein. Seine herrlichen Fotos von selbst kreierten Gerichten verleiten das Gesehene nachzumachen. Die Auswahl der Rezepte reicht von Granola für’s Frühstück über Suppe bis hin zum Veggiburger. Bei Christoph und dem CC Foodblog gibt es keine „Stilrichtung“, sondern gekocht wird, worauf er gerade Lust hat und was zur Jahreszeit passt.

Märkte gibt es in Hamburg in den unterschiedlichsten Varianten. Angefangen von Floh-, Foodtruck- und Designmärkten gibt es, so ganz unaufgeregt und mit einem wunderbaren Sortiment, den Isemarkt. Gelegen unter der Hochbahntrasse und parallel zum Isebekkanal kann man dort dienstags und donnerstags seine Einkäufe erledigen. Frisches aus der Region

gibt es in Hülle und Fülle, die Stände laden zum Bummeln ein oder auch dazu sich auf einen Kaffee niederzulassen und sich das bunte Treiben anzuschauen. Mit Christoph habe ich mich am Anfang des Marktes zum Einkaufen verabredet, denn dort kauft er heute alles, was er für seine Rezepte braucht. Toll ist das, wenn man jemanden für ein paar Stunden mit der Kamera begleiten und beim Kochen über die Schulter schauen darf.

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Lieber Christoph, das war ein klasse Tag. Ich hatte viel spaß Dich heute zu begleiten. Am meisten hatte mich beeindruckt, wie du mal so ganz nebenbei einen Crumble und lecker Spargel zauberst..da hätte ich ja mal nen halben Tag für gebraucht.

Erzähle doch erst mal ein bisschen über Dich und wie die Leidenschaft zum
Kochen kam?

Christoph // Also über mich – ich bin knackige 24 Jahre alt, habe ein „trockenes“ Studium in Logistik & Handel hinter mir und denke nebenbei einfach viel zu viel an Essen in jeder Form. Es gibt einfach viel zu viel spannende Sachen da draußen und ich würde mir in den Hintern beißen, wenn ich bis zu meinem Tod nicht so viele Gerichte/Lebensmittel/Produkte

wie möglich probiert hätte. Zum Kochen kam ich eher über einen untypischen Weg. Ich habe mich bis zu meinem 13 Lebensjahr ziemlich unausgewogen ernährt und meine Mutter war auch nie die Starköchin, die mich inspirieren hätte können (trotzdem eine super Mutti!!!). Ich habe zu meiner Konfirmation das Kochbuch „Besser kochen mit Jamie“ (Jamie Oliver) geschenkt bekommen und habe das ein paar Mal durchgeblättert und war von den tollen Bildern und leckeren Gerichten ein wenig geflasht/überwältigt. Daraufhin habe ich mich entschieden mal einen Sonntagabend für meine Eltern und Schwestern etwas aus dem Buch zu kochen – dabei habe ich mich selber dabei erwischt, wie viel Spaß es macht mit Lebensmitteln zu hantieren und für Leute ein tatsächliches Essen auf die Beine zu stellen. Das gute war, dass es wirklich geschmeckt hat und ich mich dann immer mehr mit Kochen, Rezepten und Ernährung auseinandergesetzt habe.

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Spaß am Kochen haben ja so einige Menschen, aber wie bist du denn auf die Idee gekommen, einen Blog ins Leben zu rufen?

Christoph // Ich habe das mit dem Sonntagsabend-für-die-Familie-kochen fortgeführt und so immer mehr Sachen ausprobieren und vor allen Dingen viel dazu lernen können. Es kamen mehr & mehr Kochbücher zu meiner Sammlung hinzu, habe mich durch Blogs gelesen und gerne Kochvideos auf Youtube geguckt – aber während ich Rezepte gelesen/geguckt habe, sind mir immer noch Einfälle gekommen, wie ich dieses Gericht für mich persönlich noch besser gestalten würde. Ich habe mir die Ideen aufgeschrieben und allgemein angefangen mir Rezepte auszudenken. Die Gerichte, die ich gekocht habe, wurden mit meinem Handy fotografiert und bei Instagram hochgeladen. Durch Freunde und privaten Nachrichten kam dann angenehmer Weise viel Lob zurück und so habe ich mich in das ganze

Instagram-Blogging-Thema ein bisschen reingefuchst. Aber ich war visuell noch lange nicht so weit, dass davon etwas in einem Blog Platz finden konnte. Für Instagram hat es gereicht, aber ich habe ständig nach Inspirationen und Tipps & Tricks Ausschau gehalten, um mein Essen besser darstellen zu können. Mit der Zeit habe ich dann gelernt, dass bei der Food-Photography Aspekte wie Hintergründe, Licht, Geschirr und Komposition das A und O sind. Irgendwann habe ich dann den Sprung vom Handy auf eine Spiegelreflexkamera mit einem ordentlichen Objektiv gemacht. So hat sich mit der Zeit mein Stil verbessert und ich wurde immer zufriedener mit dem Visuellen. Es kamen von Freunden und Bekannten ständig Anfragen für Rezepte, die ich dann für jeden einzeln erstmal geschrieben und privat geschickt habe. Dann war es irgendwann im Studium soweit, dass ich meine Rezepte sowieso gerne öfters runter schreiben wollte und gleichzeitig mit mehreren Menschen teilen wollte. Also habe ich einfach mal angefangen ein paar Beiträge zu schreiben und diese mit meinen Fotos zu kombinieren.

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Deine Rezepte sind sehr unterschiedlich, mal asiatisch, mal vegetarisch, mal mit Fleisch.

Hast Du irgendwelche „Richtlinien“, die Du Dir selber setzt? Gibt es irgendwelche Gerichte, die du gerne ausprobieren möchtest, oder etwas, was Du Dir nicht vorstellten kannst?

Christoph // Ich mag es keine richtigen Richtlinien zu haben und frei kochen zu können, worauf ich Lust habe. Ich würde mich ziemlich eingesperrt fühlen, wenn ich mir vorschrieben würde, dass ich nur vegetarisch, asiatisch oder nur Süßes auf meinem Blog posten würde. Von daher lasse ich mir das ganz einfach relativ offen um mich selbst auch mal mit neuen Gerichten zu überraschen, von denen ich vorher vielleicht nicht so überzeugt war. In Zukunft möchte ich mich mehr im Bereich Backen ausprobieren. Ich bin ziemlich schlecht darin und tue mich mit präzisen Mengenangaben sehr schwer, was

beim Backen jedoch das A & O ist. Beim Kochen wiege ich viel per Hand oder Auge ab und es ist einfach nicht so schlimm, wenn die Mengen variieren. Backen ist also eine kleine Therapie für mich, um in Zukunft vielleicht ein bisschen genauer zu sein – eine sehr deutsche Einstellung…
Irgendwann möchte ich mich mal an Innereien herantasten. Momentan habe ich davor noch ein bisschen Respekt, aber ich finde wenn man Fleisch konsumiert sollte man das ganze Tier betrachten und sich nicht nur auf die Filetstücken konzentrieren. Durch die gesamte Verwertung zollt man meiner Meinung nach dem Tier einfach mehr Respekt.

Dadurch, dass ich viel zu neugierig bin was Essen angeht und gerne alles probieren möchte, kann ich mir nicht vorstellen, dass ich einem Gericht gegenüber so eine Abneigung hätte, dass ich es nicht probieren wollen würde. Ich hoffe, dass ich diese Einstellung beibehalte.

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Du hattest mir erzählt, dass Du Deine Besorgungen gerne auf Märkten einholst.

Hat das einen bestimmten Grund und auf welche Sachen achtest du noch beim
Einkaufen?

Christoph // Meine Großeltern haben mich früher als Kind immer mal auf den Wochenmarkt mitgenommen und ich bin damit quasi groß geworden, dass es die wirklich guten Lebensmittel auf dem Markt gibt. Wochenmärkte sind eine wunderbare Sache, die einen sozialen, kaufmännischen und kulinarischen Aspekt mit sich bringen – für mich

persönlich 3 ziemlich spannende Eigenschaften. Märkte sind noch sehr ursprüngliche/traditionelle Orte – so habenMenschen schon vor Jahrhunderten eingekauft und es zieht sich bis heute hin. Wenn man in den Supermarkt geht, kommt man nur an der Käse-/Fleischtheke und an der Kasse in Kontakt mit Mitarbeitern, ansonsten ist es sehr anonym. Die Interaktion mit dem tatsächlichen Verkäufer ist für das gesamte „Marktfeeling“ unverzichtbar! Gerade wenn man einen schönen Markt wie den Isemarkt um die Ecke hat, probiere ich dort so oft es geht vorbeizuschauen. Ich achte beim Einkaufen von frischen Produkten, wie Obst & Gemüse, auf 3 verschiedene Sachen: Wie fühlt sich das Produkt an (Drucktest), sieht es frisch aus und ob es gut riecht.

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Die Bilder auf Deinem Blog machen Lust auf mehr und ich freue mich über jeden Deiner Posts.

Möchtest Du in Zukunft gerne noch mehr mit Fotografie und Kochen machen?

Christoph // Schön, dass sie dir gefallen – das ist immer toll zu hören, wenn man für den „Aufwand“ den man betreibt gelobt wird. Ich habe immer noch sehr viel zu lernen (Kochen & Fotografie) und bin noch lange nicht da wo ich hin will. Ich habe ein imaginäres Ziel, wo ich qualitativ und visuell hin will. Aber ich glaube man findet immer Sachen, die man verbessern will und die ausbaufähig sind. Die Reise dorthin ist ja bekanntlich das eigentliche Ziel. Mit der Fotografie möchte ich gerne noch mehr machen, da ich einfach Spaß dran habe und es sehr vielseitig ist. Der Bereich der Food-Photography ist mir

momentan zu „überstylt“ – es wird zu viel Aufwand betrieben das ganze drum herum zu stylen, sodass das eigentliche Gericht ein wenig verfälscht wird. Ich probiere das Ganze ein bisschen „cleaner“ zu gestalten und ein ehrliches Bild von dem Essen zu machen, so wie jeder es auch zuhause haben wollen würde.

Mein kleiner Traum, der mir im Hinterkopf immer herumschwirrt, ist es ein eigenes Kochbuch zu schreiben und dafür selber die Fotos zu machen. Vielleicht komme ich irgendwann an den Punkt, dass ich das Projekt mal verwirkliche.

Vor allen Dingen sind wir aber in einem Gedanken vereint: wir wollen Spaß mit dem haben was wir machen und möglichst viele Menschen daran teilhaben lassen. Und zu sehen wie aus einer kleinen Spontanidee etwas in dieser Größenordnung heranwächst macht uns jeden Tag aufs Neue eine Riesenfreude!

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CC-FOODBLOG HAMBURG ccfoodblog.wordpress.com

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// Photos & Written by: Uta Gleiser

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